Obst- und Gartenbauverein Kolbermoor seit 1905

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Kolbermoorer Gartler zu Besuch auf der Internationalen Gartenausstellung
2017 in Berlin

Am frühen Samstagmorgen trafen sich 48 Gartler, um zur großen Vereinsfahrt in die Bundeshauptstadt aufzubrechen. Nach einer Kaffeepause auf der Autobahn ging die Fahrt vorbei an Bamberg, Coburg und Suhl zur ersten Station des Tages, der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Den meisten reichte zur Mittagspause eine Thüringer Bratwurst. Die große Freitreppe vor dem Erfurter Dom war leider wegen der Kulissen und Zuschauertribünen für die Aufführung von Verdis Oper „Der Troubadour“ nicht zugänglich. Aber der Dom, die Krämerbrücke und die reizvolle Altstadt wurden besucht.

Die Fahrt ging weiter Richtung Berlin, vorbei an Halle, Dessau, Wittenberg und Potsdam erreichten wir über die AVUS Berlin. Vorbei an Funkturm und Messegelände und über den Großen Stern erreichten wir das Brandenburger Tor. Vor der Schlossbrücke war dann vorerst Schluss. Eine Demonstration zur Freigabe von Cannabis zwang uns kurz vor unserem Hotel auf Umwege. Wir bezogen unser 4* Hotel „Park Inn“, das mit 140 m höchste Gebäude Berlins direkt am Alexanderplatz. Einige Reisende logierten in über 100 m Höhe. Für die nächsten 3 Nächte sollte es unser Domizil sein.

Nach dem Frühstück besuchten wir am Sonntag im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf die Internationale Gartenausstellung 2017. Auf 104 Hektar trifft Tradition auf zeitgenössische Gartenkunst, Einheimisches auf Internationales, Symbolisches auf Purismus. Seit Mitte der 1990er Jahre entstanden die Gärten der Welt. Sie laden zu einer gärtnerischen und geschichtlichen Reise und führen u.a. in den Orient, nach Bali, Japan und Korea. Hinzu kommen der Renaissancegarten, der Christliche Garten, der Karl-Förster-Garten und ein Irrgarten mit Labyrinth. Renommierte Landschaftsarchitekten aus neun Ländern gestalteten Gartenkabinette. Unter anderem Innovative Gartenvisionen aus Australien, Großbritannien, Libanon, China … Vom Haupteingang erreicht man mit einer eigens für die IGA errichteten Seilbahn auf und über den Kienberg die Gärten der Welt auf der anderen Seite des Geländes. In knapp 5 Stunden wurde die Ausstellung besichtigt. Der bienenfreundliche Garten trifft auf die Beach Situation, auf permanenten Wandel, auf Urban Gardening und auf die Verbindung Nutz- und Schmuckgarten.

Am Abend erwartete uns dann ein weiteres Highlight. Mit dem Bus fuhren wir zur Anlegestelle „Friedrichstraße“. Unweit des „Tränenpalastes“ gingen wir auf unser Schiff, um bei einer 3-stündigen Fahrt auf der Spree und dem Landwehrkanal gemeinsam zu Abend zu essen und die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive und – z.B. das Regierungsviertel, Kanzleramt und Reichstagsgebäude - bei Nacht zu erleben.

Der Montag gehörte dann Berlin. Mit typisch „Berliner Schnauze“ führte uns Uli, unsere Stadtführerin, zuerst im Bus und nach der Besichtigung der Reichstagskuppel auch zu Fuß durch „Ihre“ Stadt. Mit allerlei Geschichten und Anekdoten wurde uns nie langweilig. Am schönsten Platz Berlins, dem Gendarmenmarkt wurde ein Fotostopp eingelegt und am Ende waren wir uns einig, dass dies eine gelungene Führung durch Berlin war.

Unser Hotel in Berlin

Unser Hotel am Alex war auch ein guter Ausgangspunkt, um am Abend noch auf eigene Faust etwas zu unternehmen. In unmittelbarer Nähe – gleich neben dem Roten Rathaus - befindet sich eines der ältesten Viertel der Stadt – das Nikolai-Viertel. Mit Biergärten und gemütlichen Lokalen, ein Platz, um den Tag ausklingen zu lassen. Auch die Hackeschen Höfe wurden erkundet. Nach dem Frühstück und dem Verladen der Koffer fuhren wir über die Karl-Liebknechtstraße, dem Boulevard „Unter den Linden“, vorbei am Brandenburger Tor und über den Großen Stern mit der „Gold Else“ auf der Siegessäule wieder aus der Stadt hinaus. Mit „Ich hab´ noch einen Koffer im Berlin, deswegen muss ich nächstens wieder hin“ (gesungen) wollte der Reisebegleiter nachfragen, ob jeder seinen Koffer dabei habe und nichts im Hotel liegengelassen hat. Obwohl Berlin ja immer eine Reise wert ist. Und 2 Tage sind sowieso zu kurz.

Der nächste Aufenthalt war in Halle geplant. Nach einer Führung in der ältesten deutschen Schokoladenfabrik Halloren und einem längeren Aufenthalt im Werksverkauf fuhr die Gruppe in die Innenstadt, um sich noch etwas für die längere Strecke bis nach Hause zu stärken.

Der Reiseleiter bedankte sich bei den Reisenden dafür, dass sie sich an der Fahrt des OGV beteiligt haben, für die Einhaltung der vorgegebenen Zeiten bei den Abfahrten, beim Busfahrer Alfred für seine umsichtige und jederzeit sichere Fahrweise, nicht zuletzt aber für seine Erklärungen und Erläuterungen der Orte und Sehenswürdigkeiten links und rechts der Strecke. Nicht vergessen wurde auch Herr Teichmann von der Firma Steinbrecher, die die Wünsche und Vorstellungen des Reiseleiters so toll umgesetzt hat.

Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen in Ramersdorf fuhren wir dann endgültig zurück nach Kolbermoor zu den einzelnen Zustiegsstellen.

Kurt Möser
Bauer

Bauernregel:
Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.